Der nächste entscheidende Schritt für das Jahrhundertprojekt Donaubrücke Stein–Mautern ist gesetzt. Unter der Leitung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat die NÖ Landesregierung auf Antrag des NÖ Verkehrslandesrates LH-Stellvertreter Udo Landbauer heute die Auftragsvergabe für die Errichtung der Ersatzbrücke und die Erneuerung des Unterbaus der bestehenden Donaubrücke beschlossen. Damit ist nun auch ein wesentlicher Teil der Bauleistungen für die erste Phase der umfassenden Generalsanierung auf Schiene. Hierbei werden rund 73,5 Millionen Euro investiert.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Die Donaubrücke Stein-Mautern ist eine Lebensader für die gesamte Wachau. Sie ist für Pendlerinnen und Pendler ebenso wichtig wie für unsere Betriebe, die Landwirtschaft, Schülerinnen und Schüler sowie die Gäste der Region. Deshalb freue ich mich, dass die Donau künftig auch während der Bauarbeiten an dieser Stelle ohne große Umwege überquert werden kann. Gleichzeitig bewahren wir mit der Generalsanierung ein Stück niederösterreichischer Geschichte und machen die Brücke fit für kommende Generationen. Damit investieren wir in die Sicherheit, die Lebensqualität und die Zukunft der gesamten Region.“
„Die Ersatzbrücke kommt. Die Finanzierung ist gesichert. Für die Bevölkerung bedeutet das eine sichere, direkte und vernünftige Verkehrslösung ohne Umwege. Das war der klare Wunsch der Region, den wir jetzt in die Realität umsetzen. Aus jahrelanger Planung wird ein konkreter Bauauftrag. Mein Dank gilt dem Projektteam des NÖ Straßendienstes, das großartige Arbeit leistet. Jetzt gilt es den Zeitplan weiter einzuhalten“, betont Niederösterreichs Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer.
Phase 1: Errichtung der Ersatzbrücke und Erneuerung der Brückenpfeiler
Mitte 2027 soll mit dem Bau der Ersatzbrücke begonnen werden. Rund 25 Meter stromaufwärts der bestehenden Donaubrücke entsteht eine temporäre Verkehrsverbindung mit drei Brückentragwerken. Das rund 335 Meter lange Haupttragwerk führt über die Donau, zwei weitere Tragwerke über die B3 und B33. Nach einer geplanten Bauzeit von rund 14 Monaten soll die Ersatzbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Damit bleibt die direkte Donauquerung auch während der Generalsanierung erhalten. Anschließend werden die historischen Stahltragwerke der Bestandsbrücke ausgeschwommen und die drei Flusspfeiler abgetragen und neu errichtet.
Phase 2: Generalsanierung der historischen Donaubrücke
Ab Herbst 2028 beginnt die umfassende Sanierung der historischen Stahltragwerke auf einem eigenen Montageplatz. Dabei bleibt das charakteristische Fachwerk erhalten und wird mit einer neuen, verbreiterten Unterkonstruktion verbunden. Die Fahrbahn wird auf rund sechs Meter verbreitert, die Geh- und Radwege auf beiden Seiten auf jeweils rund 2,5 Meter. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten werden die Stahltragwerke wieder auf die erneuerten Brückenpfeiler aufgesetzt. Die Verkehrsfreigabe der generalsanierten Donaubrücke ist für 2032 vorgesehen. Anschließend wird die Ersatzbrücke abgebaut und das Baufeld renaturiert.
„Lange Zeit hat es geheißen, dass eine Verbreiterung der historischen Donaubrücke aus Denkmalschutzgründen nicht möglich ist. Ich habe mich damit nicht abgefunden. In intensiven Verhandlungen mit dem Bundesdenkmalamt ist es uns gelungen, eine Lösung durchzusetzen, die lange als unmöglich galt. Wir machen die historische Brücke um mehr als zwei Meter breiter, damit sie den heutigen Standards gerecht wird. Das ist ein großer Erfolg für die gesamte Region“, betont Landbauer.