20. Oktober 2026

FPÖ-Mühlberghuber/Kinzlbauer: „Pensionisten schützen – Leistung verdient Respekt, gerechte Pensionen sichern“

Schluss mit Pensionsraub, Nein zur Anhebung des Pensionsalters, Ja zu analogem Leben

„Unsere Pensionisten haben mit Fleiß und harter Arbeit dazu beigetragen, dass Österreich zu einem Land mit Wohlstand und sozialer Sicherheit geworden ist. In Österreich beziehen rund 2,6 Millionen Menschen eine Pension, in NÖ rund 475.000. Und wer eine kleinere Pension bekommt, spürt jede Erhöhung bei Strom, Heizen, Lebensmitteln oder Wohnen“, so FPÖ Niederösterreich Seniorensprecherin LAbg. Edith Mühlberghuber im Rahmen einer Pressekonferenz der FPÖ Niederösterreich am Dienstag und verweist auf rund 2.600 Euro Durchschnittsbruttopension bei Männern und rund 1.700 Euro bei Frauen.

Für 2027 werden die Pensionen um 2,95 % erhöht, die Inflation liegt laut Statistik Austria für September 2026 indes bei 3,6 %. „Dabei wurde die ältere Generation schon mehr als genug zur Kasse gebeten. Eine bemerkenswerte Art von Wertschätzung“, sagt Mühlberghuber und zeigt die Erhöhung des Krankenversicherungsbeitrages für Pensionisten von 5,1 auf 6 %, den Selbstbehalt bei Krankentransporten, die höhere E-Card-Gebühr oder die Kosten für Zahnersatz auf. „Aber für Ausgaben im Zusammenhang mit der Ukraine, für das Asylwesen, für fragwürdige EU-Projekte, NGOs und Gender-Projekte fällt das Geld offenbar vom Himmel. Aber bei unseren Pensionisten wird gespart“, so Mühlberghuber und erteilt dem Anheben des Pensionsalters auf 67 eine klare Absage. 

 

„Bei diesem Pensionsraub machen wir nicht mit. Wo ist Bablers oder Schumanns Veto? Viele Ältere finden nämlich jetzt schon keinen Job, eine Erhöhung auf 67 würde zu mehr Arbeitslosigkeit führen“, sagt Mühlberghuber und rechnet auch mit der Aktivpension ab: „Die Bundesregierung hat dieses Gesetz einfach vermurkst. Ein Handwerker, der mit 15 Jahren zu arbeiten begonnen hat und 47 Beitragsjahre am Buckel hat, bekommt mit 62 den neuen Steuerfreibetrag der Aktivpension nicht – er muss drei Jahre warten. Wer nach 47 Jahren in Pension geht, darf nicht der Dumme sein, nur weil er früh zu arbeiten begonnen hat“, meint Mühlberghuber und pocht zudem auf das Recht auf ein analoges Leben.

 

„Technischer Fortschritt: ja! Aber er darf niemanden ausschließen! Auch ein Leben ohne App muss möglich sein! Genauso wichtig ist die Absicherung bei Krankheit und Pflege. Wer sein Leben lang Beiträge eingezahlt hat, verdient eine rasche und gute Behandlung, wenn er Hilfe braucht. Genau bei all diesen Anliegen setzt sich die „Initiative Faire Pensionen Österreichs“ mit dem überparteilichen „Pensionisten-Volksbegehren“ für alle Generationen ein“, schließt Mühlberghuber und übergibt an den Initiator des Pensionisten-Volksbegehrens DDr. Fritz Kinzlbauer.

 

Bundesregierung erkennt Lage der Pensionisten nicht

 

„Unsere Gesellschaft lebt von unterschiedlichen Meinungen und politischen Überzeugungen. Was jedoch sämtliche Bevölkerungsgruppen eint, ist die große Sorge um die Zukunft. Wie kann man das Geschaffene für sich und die Zukunftsgeneration erhalten? Wie ist ein Leben in Zukunft möglich, ohne in Armut und Hilflosigkeit abzugleiten? Die derzeitige Regierung hat hierzu keine Antworten. Im Gegenteil, sie versucht, Jung gegen Alt auszuspielen, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Mit nicht nachvollziehbaren Pensionszuschüssen aus dem Budget wird weiter Pensionisten-Bashing betrieben. Die Pensionisten wurden in der Vergangenheit als einzige Gruppe über Gebühr belastet“, stellt DDr. Fritz Kinzlbauer klar. 

 

Die Gräben würden dadurch tiefer, das Vertrauen in die Politik schwinde. „Die jetzige Bundesregierung ist nicht in der Lage, zu erkennen, dass mit einer zunehmenden finanziellen Verschlechterung der Pensionisten, neben wirtschaftlichen Belangen wie Kaufkraftverlust oder Steuermittel, auch große Teile im Bestandswesen (wie Haus, Wohnung, Auto, Waldstück, etc.) negativ betroffen sind, können diese doch künftig nicht mehr im notwendigen Sinn erhalten werden“, mahnt Kinzlbauer.

„Leider gibt es dazu von der Bundesregierung immer die Standardformel, die Leute müssten länger arbeiten und mehr Eigenvorsorge betreiben. Dass dies eine sehr polemische Antwort darstellt, ist jedem bewusst und führt zu keinem Ergebnis bzw. keiner Beruhigung der arbeitenden Gesellschaft. Zunehmend stellt sich indes die Frage, ob diese Politiker in der Lage sind, dieses Problem anzugehen bzw. zu erkennen, oder ob gesellschaftliche Gräben immer tiefer werden“, schließt Kinzlbauer und traut es der jetzigen Bundesregierung definitiv nicht zu.

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